WordPress Webseite erstellen

Wer eine professionelle und skalierbare Website aufbauen will, braucht mehr als Homepage-Baukästen. Zwar lassen sich damit schnelle Ergebnisse erzielen, doch durch die limitierte Anpassbarkeit eignen sie sich nicht für komplexere Webprojekte. Außerdem ist man stets von dem Baukastenbetreiber und seiner Preisgestaltung abhängig.

Das benötigt man für eine WordPress Webseite

Was für ein Hosting für WordPress


Installation von WordPress + Tipps

Allgemeine WordPress Einführung

Designs & Plugins für WordPRess

Beiträge für WordPress schreiben und veröffentlichen

1. Das benötigt man für eine WordPress Webseite

Wenn du eine professionelle und leicht anpassbare Website aufbauen wollen, müssen Sie keine Webagentur anheuern. Dank dem kostenlosen Content Management System (CMS) namens WordPress (WP) erschaffen Sie Ihre eigene Website in wenigen Schritten, ohne zwangsläufig programmieren zu müssen.

Im Gegensatz zu den Homepage-Baukästen ist WordPress durch eine gigantische Anzahl an Plugins und Designs sowohl funktionell als auch visuell erweiterbar. Du kannst auf fertige kostenlose und gebührenpflichtige Lösungen zugreifen, um sie per Mausklick in WordPress zu installieren. Durch diese modulare Struktur kannst du Funktionen wie Bildergalerien, Shop-Systeme oder Formulare im Handumdrehen installieren – ganz einfach wie ein Programm im Betriebssystem.

Wähle zum Beispiel aus Tausenden Designs das richtige für deine Unternehmung und passe es mühelos an. Mit WordPress hast du ein Website-System, dass sich einfach wie ein Baukasten bedienen lässt, aber professionelle und skalierbare Ergebnisse liefert.

Namhafte Unternehmen wie BBC America, Bloomberg, Sony Music oder MTV verwenden WordPress für ihre Websites. Auch du kannst WordPress nutzen, um in wenigen Schritten zum eine Webseite damit zu erstellen. Ich erkläre, wie das funktioniert bzw. gehe ich in dem heutigen Beitrag auf die Basics ein, die du für WordPress, als Webseiten System benötigst.

2. Hosting für eine WordPress Webseite

hosting für wordpress webseiten

So wie ein Programm, das man auf einem Computer installiert, hat auch WordPress gewisse Systemanforderungen. Das CMS (Content Management System) braucht Webspace auf einem Server. Du brauchst einen Hosting-Tarif, der WordPress zum Laufen bringt.

Es gibt derzeit viele Hosting-Anbieter (z.B. World4you.com), die passende Lösungen bereithalten. Achte bei der Auswahl, ob die Skriptsprache PHP unterstützt wird und ob MySQL-Datenbanken angelegt werden können. Dies sind die Grundvoraussetzungen für WordPress Hosting.

Du möchtest sicher, dass deine Internetpräsenz auch schnell geladen wird und stabil läuft. Im Rahmen eines Hosting-Tarfis bekommst du nicht nur Speicherplatz, wo du die WordPress-Installationsdateien ablegen kannst. Du bekommst auch bestimmte Serverressourcen wie CPU und Arbeitsspeicher zugeteilt. Achte hierbei auf ein PHP-Memory-Limit von mindestens 128MB.

Wenn du zum Beispiel Onlineshop (z.b. mit WooCommerce) planst oder hohe Besucherzahlen erwartest, sollten mindestens 256MB PHP-Memory-Limit vorhanden sein. Prüfe auch, ob der Hosting-Anbieter ein Apache-Server-Modul namens mod_rewrite bereitstellt. Nur dann sind bei WordPress sogenannte Permalinks möglich, die zur Suchmaschinenoptimierung beitragen.

Unterschätze niemals den Speicherplatz – je mehr Platz zu Verfügung steht, desto mehr Daten lassen sich auf dem Hosting ablegen. Obwohl WordPress nicht viel Platz verbraucht und ein Onlineshop mit tausenden Produkten einige Hundert Megabytes benötigt, denke eher zukunftsorientiert. Beachte, dass du im gleichen Tarif womöglich noch E-Mails empfangen und experimentelle WordPress-Installationen (für weitere Projekte etc.) anlegen möchtest.

Ein guter Provider sichert deine Daten gut ab. Da Hardwareausfälle und Hackerangriffe vorkommen, sollte der Hosting-Plan eine automatische Backup-Lösung bereitstellen. Dank regelmäßigen Sicherungen können Sie auch bei einem Totalausfall sämtliche Daten wiederherstellen. 

Achte beim Hosting auf also auf folgende Punkte:

  • PHP-Unterstützung
  • MySQL-Datenbanken
  • PHP-Memory-Limit von mind. 128MB
  • mod_rewrite
  • automatisches Backup-System

3. WordPress installieren und Einstellungen

Um WordPress auf deinem Webspace zu installieren, brauchst du die Installationsdateien. Diese kannst du kostenlos von de.wordpress.org herunterladen. Die heruntergeladene Datei lädst du auf deinen Webspace hoch und packst sie dort aus. Sind alle Dateien ausgepackt, öffnest du die Datei wp-config-sample.php und fügst die Datenbankdaten und den Sicherheitsschlüssel ein, die du von deinem Hoster bekommst. Speicher die Datei als wp-config.php auf dem Server ab. Starte nun den Installationsvorgang, indem du im Browser die install.php öffnest und ausführst. Dazu gib in der Adressleiste die richtige URL ein, zum Beispiel: http://meinedomain.de/wp-admin/install.php. Der Installationsvorgang beschränkt sich auf ein paar Weiter-Klicks und auf die Bestimmung eines Titels und Administrations-Passworts für den Verwaltungsbereich von WP.

5. WordPress Backend & Frontend?

wordpress webseiten dashboard

Der Administrationsbereich von WordPress wird im Fachjargon auch Backend genannt. Er ist nur für autorisierte Personen per Passworteingabe zugänglich. Im Gegensatz dazu ist das Frontend für alle Besucher sichtbar. Damit ist das gemeint, was von Besuchern als Webseite wahrgenommen wird. Wie deine Website und deine Unterseiten aussehen und welche Funktionen bereitgestellt werden sollen, wird im Backend bestimmt von dir bestimmt.

Nutze deinen Browser um dich dort einzuloggen mit /wp-admin. Beispiel: http://meinedomain.de/wp-admin/. Tippe deine Anmeldedaten ein, die du bei der Installation bestimmt hast. Der Administrationsbereich besteht aus einer Menüleiste (links), Infoleiste (oben) und dem Hauptbildschirm. Die Menüleiste bietet Zugriff auf Menüs wie Einstellungen, Design, Plugins, Beiträge, Seiten. Nach der Installation solltest du erst Einstellungen und dann ein Design festlegen.

6. Einstellungen und Designs (Themes) für WordPress

Öffne das Menü Einstellungen > Allgemein, um grundlegende Informationen zu deiner Website wie Titel, Untertitel oder Sprache zu definieren, falls du die Angaben von Installation ändern möchtest. Titel und Untertitel können – je nach Design -, für Besucher und Suchmaschinen sichtbar sein. Nun kannst du dich entscheiden, wie deine Website aussehen soll. Wähle ein Design (Theme) aus!

Öffne in der Seitenleiste das Menü Design > Themes. Hier werden die Standard-Designs angezeigt. Per Mausklick kannst du ein Design aktivieren. Ein Design ist bereits voraktiviert. Per Klick auf die Schaltfläche „Neues Theme hinzufügen“ oder oben auf „Installieren“ öffnest du eine Datenbank voller kostenloser Designs, die sich herunterladen, installieren und aktivieren lassen. Fahre mit der Maus über ein Theme und lasse dir eine Vorschau anzeigen, um zu sehen, wie das Design aussehen wird. Um die Suche einzugrenzen, kannst du nach Funktionen filtern oder ein passendes Schlüsselwort im Suchfeld wie „Corporate“ oder „Shop“ eintragen. Im „Populär“-Tab finden Sie bewährte Inspirationen. 

Wenn du ein kostenpflichtiges Theme erworben hast (z.B. von Themeforest), kannst du es installieren, indem du oben auf „Theme hochladen“ klickst. Ein Dialog ermöglicht es dir, das Design (in ZIP-Datei) direkt hochzuladen. Nachdem du ein Design aktiviert hast, ermöglicht es, weitere Anpassungen durchzuführen. Der Umfang hängt vom jeweiligen Theme ab.

In vielen Fällen taucht ein neues Untermenü in „Design“ auf, der z.B. Theme Options" gennant wird, wo der Entwickler Optionen für sein Design bereitstellt. Ansonsten sind die restlichen Einträge unter „Design“ hilfreich, um die Website individuell zu gestalten.

Ist im Theme ein Widget-Bereich wie zum Beispiel eine Seitenleiste im Frontend vorgesehen, kann er mit Widgets gefüllt werden. Sobald du im Menü auf „Widgets“ klickst, kannst du verschiedene Funktionen auswählen, die im Widget-Bereich erscheinen sollen. Beispiel ist der Kalender. Ziehe den Kalender auf einen Widget-Bereich und er wird für deine Besucher sichtbar werden.

Zur einer Webseite gehören natürlich auch Menüs. Unter Design > Menüs lassen sich maßgeschneiderte Menüs erstellen. Ähnlich wie bei den Widgets, hat der Theme-Entwickler auch Menü-Bereiche im Design vorgesehen. Für jeden dieser Bereiche lässt sich ein individuelles Menü zusammenstellen. Du hast sicher bemerkt, dass nur eine begrenzte Anzahl an Widgets bereitsteht. Du kannst aber durch Plugins neue installieren und die Funktionalität grenzenlos erweitern. Mehr dazu findest du im nächsten Kapitel!

So siehst z.B. Themeforest.net aus, wo die tausende von Premium Themes kaufen kannst!

7. WordPress Plugins installieren

Wenn du im Administrationsbereich im Menü den Eintrag „Plugins“ anklickst, taucht eine Liste mit installierten Erweiterungen auf. Diese lassen sich per Mausklick aktivieren und deaktivieren. Falls du neue Widgets oder andere Erweiterungen brauchst, schaue dich doch einfach in der WordPress-Plugin-Bibliothek um. Entwickler aus der ganzen Welt stellen dort ihre Plugins kostenlos zu Verfügung.

Klicke auf Plugins > Installieren, um eine neue Erweiterung zu finden. Gebe rechts oben ein Schlüsselwort ein, das die geforderte Funktionalität beschreibt. Wenn du ein Plugin zur Suchmaschinenoptimierung suchst, kannst du „SEO“ eingeben. Eine Liste mit verschiedenen Plugins taucht auf. Um zu prüfen, ob die Erweiterung die Funktionen bietet, die du brauchst, klicke auf „Weitere Details“.

Hast du die richtige Lösung gefunden, klicke einfach auf „Installieren“. Ist die Installation fertig, lässt sich das Plugin unter Plugins > Installierte Plugins aktivieren. Nach der Aktivierung lassen sich in der Regel Einstellungen vornehmen. Dafür wird meist ein eigenständiger Eintrag in der Menüleiste oder unter „Werkzeuge“ bereitgestellt.

Nach der Neueinrichtung loht es sich, gleich einige Plugins zu installieren. Hole dir zum Beispiel WordFence. Das Plugin erhöht die Sicherheit deiner WordPress-Installation und wehrt Hackerangriffe ab.

Sinnvoll ist auch die Suchmaschinenoptimierung, denn damit erzielen Sie höhere Positionen in den Ergebnissen von Google und Co. Hier hilft ein Plugin namens Yoast SEO.

Du möchtest auch ein Kontaktformular in deiner Website einbauen? Mit Contact Form 7 ist das kein Problem. Mit WooCommerce kannst du einen leistungsstarken Onlineshop mit Warenkorbsystem und Produktvariationen aufbauen. Plugins bieten grenzenlose Möglichkeiten für deine WordPress Webseite, die du auch jederzeit nach deinen Bedürfnissen erweitern kannst.

8. Beiträge und Seiten bei WordPress

Webseiten bestehen aus Unterseiten. In WordPress wird zwischen Beiträgen und Seiten unterschieden. Beiträge, auch Posts genannt, sind nichts anderes als Blog-Einträge. WordPress hat ein eigenes Blog-System, dass sich für die Publizierung von News gut eignet.

Besucher erhalten auch die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Für Inhalte, die sich nicht so oft ändern oder eher eine strukturelle Bedeutung haben, sollten Sie nicht „Beiträge“, sondern „Seiten“ nutzen. Dort ist auch das Kommentarsystem standardmäßig deaktiviert.

Noch ein wichtiger Unterschied: Beiträge lassen sich in Kategorien und Tags sortieren. Dadurch kannst du deine Besucher gezielt nach themenrelevanten Inhalten suchen. Wenn du diese gerade liest befindest du dich z.B. auf einem Beitrag (Post) Beitrag von mir, den ich in die Kategorie "WordPress Tutorials" abgelegt habe, daher ich eine Ordnung benötige, um euch eine perfekte Möglichkeit zu bieten, die richtigen Inhalt zu finden!

Du wirst sehen, dass sich neue Beiträge und Seiten per Mausklick erstellen lassen. Nachdem du in der Menüleiste auf „Erstellen“ geklickt hast, taucht ein Bildschirm, wo du deine Inhalte mühelos publizieren kannst. Definiere zuerst einen Titel ein, der ganz oben eingesetzt werden muss. Unterhalb siehst du  das typische WordPress-Textfeld. Damit kannst du, ähnlich wie in Word, Inhalte mit Texten und Bildern kombinieren.

Falls du HTML-Code einfügen willst, schalte rechts oberhalb des Textfelds zwischen „Visuell“ und „Text“ um. „Visuell“ bietet eine formatierte Ansicht wie in Word. Um HTML-Code hinzuzufügen, schalte auf „Text“ um, wonach der Inhalt als unformatierter Text mit sämtlichen HTML-Tags dargestellt wird.

Falls du ein Bild hinzufügen willst, klicke auf den Button „Dateien hinzufügen“. Im nachfolgenden Fenster lassen sich Dateien in die Mediendatenbank (zugänglich über „Medien“ in der Menüleiste) von WordPress laden, auswählen und einfügen. Zum Schluss wähle auch ein Beitragsbild, auch Titelbild genannt, und mindestens eine Kategorie für deinen Beitrag!

Hier ein Video von, wie du deine Webseite richtig planen kannst!

9. Kommentare bei einer WordPress Webseite

Unter „Kommentare“ findest du ein Verwaltungssystem für Kommentare, die Besucher hinterlassen haben. Eine gute Website motiviert Besucher zu Interaktionen. Dank WordPress haben Sie ein exzellentes Kommentarsystem samt Spammarkierung an Bord. Um Spam zu vermeiden, aktiviere das vorinstallierte Plugin namens Aksimet oder installiere ein neues Plugin.

Gebe in der Plugin-Suche „ReCaptcha“ ein. ReCaptcha ist ein von Google entwickeltes Antispam-System. Plugins ermöglichen die Nutzung dieses Systems für Ihre WordPress-Seite. Zuvor müssen Sie sich auf https://www.google.com/recaptcha/ registrieren und die dort generierten Schlüssel im Plugin eintragen.

10. Die Benutzerverwaltung bei WordPress

Falls mehrere Leute daran beteiligt sind, Inhalte auf deiner Website zu publizieren, erstelle neue User unter „Benutzer“ in der Menüleiste. Dort definierst du einen neuen Benutzernamen, Passwort und die Rolle. Falls der neue Nutzer die Möglichkeit haben soll, nach dem Einloggen neue Inhalte zu Ihrer Website hinzuzufügen, wähle die Rolle „Autor“. Mehr Möglichkeiten hat der „Redakteur“, denn er kann die Inhalte des „Autors“ auch Veröffentlichen und im Frontend sichtbar machen. Der Administrator bist du – Du genießt volle Privilegien, die für die Konfiguration und Verwaltung von der WordPress Webseite nötig sind. Besonders bei größeren Webseiten, die seriös wirken sollen, ist es sinnvoll, einen Nutzer pro Autor anzulegen. Im Frontend wird auf der Beitragsseite der Autor angezeigt.

11. Inhalte auf der Hauptseite

In vielen Themes wird auf der Hauptseite (z.B. domainname.de) eine Auflistung von aktuellen Blog-Artikeln angezeigt. Außerdem ist auch eine Seitenleiste mit Widgets da. Falls du eine Seite anstatt der Beitragsauflistung bestimmen willst, öffne Sie im Administrationsbereich Einstellungen > Lesen. Hier wählen Sie die Startseite. Wenn Sie die Auflistung wünschen, sollte „Deine letzten Artikel“ markiert bleiben. Andernfalls lässt sich eine Seite auswählen, die Sie zuvor unter „Seiten“ erstellt haben.

Abschlussworte

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